about

Biographie

Offiziell verbürgt ist es zwar nicht, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass der am 25. November im peruanischen Tacna geborene Diego Morales einen Song summend auf die Welt gekommen ist. Erstaunen würde es nicht, denn er kann sich mit Musik viel besser ausdrücken als mit Worten. Doch selbst ein Angefressener wie Diego, der mit seiner mal verspielten, mal nachdenklichen Musik den Hörer Geschichten erzählen will, konnte nicht auf Anhieb ein Instrument spielen. Drei Jahre Violinunterricht in der Primarschule – und der Einfluss der bolivianischen Folklore als Hintergrund – machten ihn mit musiktheoretischen Grundlagen vertraut, bevor er als 14-Jähriger zunächst auf die klassische und dann auf die elektrische Gitarre umsattelte. Von diesem Zeitpunkt an lernte der Autodidakt vor allem durchs Zuhören und Nachspielen von Songs. Sei es Pink Floyd, Santana, James Brown oder sogar den Beatles, der experimentierfreudige Diego bediente sich aus dem reichhaltigen und vielseitigen Fundus der Musik der 60er bis zu den frühen 80er Jahre: Rock, Jazz, Funk, etc.

So war der nächste logische Schritt für Diego, eigene Instrumentals zu komponieren und mit damals noch bescheidenen Mitteln aufzunehmen. Zum Beispiel wurde das Mikrophon mit Watte abgedichtet, um das Echo herauszufiltern – der Kreativität und der Ausstrahlung seiner Musik tat dies aber überhaupt keinen Abbruch. Doch diese Zeiten im „Hausstudio“ sind passé, und der nach Perfektion strebende Diego hat seine Ausrüstung stetig verbessert. Er wurde erfahrener im Aufnehmen und Produzieren, was er unter anderem auch der Ausbildung des inzwischen untergegangenen ACM in Zürich und dem Besuch der Tontechnikschule Schweiz verdankt. Praktisch umsetzen konnte Diego die dadurch erweiterten Fähigkeiten während dem Stage als Livemusiker im Symphonic Recording Studio im aargauischen Etzgen oder als Produzent im R’n’B- und Pop-lastigen Musikprojekt mit der türkischen Sängerin Meltem. Zudem tat er sich als Gitarrist in verschiedenen Bands hervor, deren Bandbreite an Musikstilen (Funk, Blues, Reggae) seine vielseitige Ausrichtung unterstreichen. Der Bühnenauftritt wird Diegos Musikverständnis eher gerecht: er spielt im Endeffekt seine Songs am liebsten live, anstatt bloss an ihnen im Studio herumzutüfteln.

Nun aber steht Diego selber im Mittelpunkt. Er hat sich auf eigene Kreationen konzentriert, alte Stücke fertig gestellt – und das Ergebnis seiner Arbeit hat einen Namen: „getaway“. Auf diesem Album taucht der Hörer in Diegos träumerische Musik ein und lernt seine Gefühle kennen. Kein Widerspruch: für ihn ist seine Musik ein Abbild seiner Gefühle und seiner Seele.